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Stress lass nach

28.06.2016

Schlafstörungen, Rückenschmerzen, sinkende Konzentrationsfähigkeit. Wenn Stress nicht mehr Ausnahmezustand ist, sondern zur Regel wird, ist er schädlich.


In diesem als unangenehm erlebten Spannungszustand befürchten Menschen, dass sie die an sich gestellten Anforderungen mit eigenen Strategien nicht mehr bewältigen können. Für viele Arbeitnehmer – aber auch Arbeitgeber – wird der Job zum Hamsterrad. Auch weil das Arbeitstempo in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist. Laut Stressreport der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin steht Multitasking auf Platz eins der häufigsten Anforderungen, gefolgt von Termin- und Leistungsdruck, ständig wiederkehrenden Arbeitsvorgängen sowie Störungen und Unterbrechungen bei der Arbeit.

Immerhin jeder Zweite findet laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung einen Ausweg – und nicht immer haben Stressfaktoren automatisch negative Folgen für die Gesundheit. Hier spielen die Höhe und die Kombination der Anforderungen sowie das Ausmaß vorhandener Ressourcen eine entscheidende Rolle. In kleinen und mittleren Betrieben sollte Gesundheit deshalb Chefsache sein. Gerade Handwerksbetriebe können hier ihre Vorteile – kurze Entscheidungswege und individuelle Lösungen – gut ausspielen und eine Unternehmenskultur etablieren, die die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter steigert und dadurch motivierend wirkt

Vorbild: Chef

Am besten funktioniert das, wenn der Chef mit gutem Beispiel vorangeht. Etwa wenn er selbst Pausen macht und an gesundheitsfördernden Angeboten wie Sportkursen teilnimmt. Wer hingegen Überstunden zur Norm erhebt, wird indirekt auch seine Mitarbeiter dazu drängen. Vielmehr sollten Angestellte alle nötigen Ressourcen und Freiräume erhalten, innerhalb derer sie ihre Aufgaben erledigen können. Ein wahrer Motivationsturbo ist zudem Wertschätzung, die den Mitarbeitern gegenüber auch zum Ausdruck gebracht wird. Nichts beflügelt mehr als ein Lob, nachdem eine Herausforderung erfolgreich gemeistert wurde. „Ein wertschätzendes Miteinander ist ein menschliches Grundbedürfnis, das Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Hinzu kommt: Wer sich im Job anerkannt fühlt, ist oft produktiver“, weiß IKK-Gesundheitsmanagerin Katja Keller-Landvogt.

Stressfrei im Job - So klappt es

Ruhe
Störungen sorgen dafür, dass sich die Arbeit häufig viel länger hinzieht, als sie es müsste, und die Konzentration unterbrochen wird. Im Team können deshalb Ruhezeiten – etwa eine Stunde am Tag – vereinbart werden, in denen man die Kollegen nicht stört. Auch sich selbst sollte man disziplinieren und sich nicht zu oft durch essen oder Kaffee kochen ablenken.

Balance
Beruf und Freizeit sollten voneinander getrennt werden, damit der Arbeitnehmer abschalten kann. Das heißt natürlich auch für den Chef, dass es tabu ist, abends noch Arbeitsaufträge per Mail zu verschicken oder den Mitarbeiter anzurufen.

Bewegung
Wer auf Pausen verzichtet, tut sich selbst und auch dem Chef langfristig keinen Gefallen damit. Denn wer ununterbrochen arbeitet, überfordert sich unbemerkt.

Klartext
Konflikte sollten offen angesprochen werden. Am besten werden Lösungen in einem gemeinsamen Gespräch gefunden. Angestauter Ärger ist unnötiger Ballast. Gleiches gilt für die Gerüchteküche.

Als Partner des Handwerks ist die IKK classic mit den verschiedenen Herausforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen vertraut. Was ein Unternehmen im Berufsalltag ganz konkret gegen Stress und Belastung tun kann, erfahren Führungskräfte im Rahmen des „Betrieblichen Gesundheitsmanagements“ der IKK classic: www.ikk-classic.de/bgm

Quelle: IKK Classic


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