< Winterreifen – Ein starkes Quartett für die Sicherheit

Rauchen im Betrieb: Worauf müssen Arbeitgeber achten?



19.11.2018

Die Zahl der Raucher in Deutschland ist rückläufig. Und dennoch ist das Thema Rauchen in manchen Betrieben immer wieder ein Streitthema unter Kollegen. Grundsätzlich greift am Arbeitsplatz das Nichtrauchergesetz. Es hängt jedoch vom jeweiligen Arbeitgeber ab, ob er das Rauchen im eigenen Betrieb gestattet. Der Arbeitgeber ist für den Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz verantwortlich. Ihm obliegt das Haus- und Direktionsrecht im Betrieb. Er muss also festlegen, ob und wenn ja wo geraucht werden darf. Oberstes Ziel muss dabei sein, die nichtrauchenden Beschäftigten vor den Folgen passiven Rauchens zu schützen. Welche gestalterischen Freiheiten können dabei umgesetzt werden? Was ist erlaubt, was nicht? Im Folgenden die wichtigsten Fakten für Arbeitgeber!


Rauchfreier Arbeitsplatz
Laut Gesetzgebung hat jeder Angestellte Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Zudem haben Betriebsinhaber die Pflicht (Arbeitsstättenverordnung), ihre Mitarbeiter vor Tabakrauch und den möglichen gesundheitlichen Folgen zu schützen.

Der Arbeitgeber kann entscheiden
Jeder Betrieb kann jedoch individuell regeln, ob es ein generelles Rauchverbot geben soll oder die Zigarette eingeschränkt am Arbeitsplatz erlaubt ist.

Der richtige Ort für Raucher
Wenn es die Räumlichkeiten ermöglichen, sind getrennte Arbeitsräume für Raucher und Nichtraucher eine gute Lösung. Solange die Verbindungstüren geschlossen bleiben, ist auch der Nichtraucherschutz gewährleistet. Kaffeeküche und Kopierraum müssen jedoch grundsätzlich rauchfrei bleiben.

Ein Raucherraum ist kein Muss
Spezielle Raucherräume oder Raucherbereiche zu etablieren, ist laut Gesetz nicht vorgeschrieben. Allerdings ist es sinnvoll, wenn sich der Arbeitgeber offen zeigt und mit den Rauchern in seiner Belegschaft gemeinsam nach einem geeigneten Ort sucht. Muss beispielsweise das Betriebsgelände zum Rauchen komplett verlassen werden, sorgt das oft für Unmut.

Kein Anrecht auf Raucherpausen
Ein Betrieb ist nur dazu verpflichtet, die gesetzlich festgelegten Ruhepausen zu gewährleisten. Ein Anrecht auf Extra-Pausen, um zu rauchen, gibt es nicht. Weitere Regelungen müssen daher betriebsintern aufgestellt werden. Dabei kann der Arbeitgeber beispielsweise verlangen, dass Arbeitnehmer, die Raucherpausen in Anspruch nehmen, die verlorene Arbeitszeit nachholen.

Unfallversicherung greift nicht
Es gilt unbedingt zu beachten: Raucher sind in den freiwillig gewährten Pausen nicht über ihren Arbeitgeber versichert. Das heißt, Unfälle, die während der Raucherpause oder auf dem Weg dorthin passieren, sind nicht über die Unfallversicherung geschützt.

Zigarette als Kündigungsgrund
Wird ein Rauchverbot im Betrieb missachtet, kann das – nach vorheriger Abmahnung – ein Kündigungsgrund sein. Jedoch kommt es dabei stark auf den Einzelfall an. Weist der Mitarbeiter beispielsweise eine Suchterkrankung nach, kann das vor Gericht zu seinen Gunsten mildernd berücksichtigt werden.

Raucher motivieren aufzuhören
Mit dem Rauchen aufzuhören, ist oft leichter gesagt als getan. Nikotinersatzpräparate wie Pflaster, Nasensprays oder Kaugummis können die Erfolgsaussichten erhöhen. Ohne die richtige Strategie und professionelles Know-how wird aber kaum jemand dauerhaft zum Nichtraucher. Hilfe erhalten Raucher in qualifizierten Kursen zur Raucherentwöhnung, die von den Krankenkassen angeboten und bezuschusst werden. Interessierte Versicherte der IKK classic finden beispielsweise unter www.ikk-classic.de/gesundheitskurse Angebote in ihrer Nähe. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet für Erwachsene zudem unter www.rauchfrei-info.de ein Online-Ausstiegsprogramm.

Gesunde Mitarbeiter dank gezielter Vorsorge
Wie gehen Arbeitgeber mit dem Thema Sucht am Arbeitsplatz um? Unser Schwerpunkt-Thema in der aktuellen Ausgabe des IKK-Firmenkundenmagazins profil gibt Antworten:
profil.ikk-classic.de
Daneben unterstützt die IKK classic Arbeitgeber auch ganz konkret und individuell bei der Suchtprävention und weiteren passgenauen Maßnahmen zur Gesunderhaltung ihrer Beschäftigten im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Mehr Infos und Kontakte gibt es unter: www.ikk-classic.de/bgm



copyright: Unternehmerkarte 2014