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Kniebelastungen im Handwerk – Tipps vom Experten



05.11.2015

Handwerker – speziell Boden- oder Fliesenleger, Elektriker, Installateure und Maler – müssen viel im Knien arbeiten. Das stellt eine hohe Belastung für das Kniegelenk dar. Die IKK classic klärt auf und gibt Tipps für kniegesundes Arbeiten.


Das Knie
Das Knie ist das größte Gelenk unseres Körpers. Es verbindet Ober- und Unterschenkelknochen des Beins und ist großen Druck- und Beschleunigungskräften ausgesetzt. Durch Arbeiten im Knien oder Heben mit spitzem Winkel kann es aufgrund der hohen Druckbelastung zu Schleimbeutelentzündungen, Bandverletzungen, Meniskusschäden und Abnutzungserscheinungen kommen, was zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt.

Ursachen und Wirkung
Zu wenig Muskulatur, zu wenig Ausgleichsbewegung (im Alltag) und zu viel Gewicht sind die Klassiker bei den Gründen für Knieschäden. Schmerzen im Knie führen zu Fehlhaltungen und zu weiteren Schäden am Muskel-Skelett-Apparat, wie z. B. Hüft- oder Rückenproblemen. Sport als Ausgleich ist sehr wichtig und stärkt Muskeln, Sehnen und Bänder. Sportarten wie Bauch- und Rückenkraulen oder Radfahren sind besonders kniefreundlich.

Arbeitskleidung
Viele Handwerker verzichten immer noch auf einen Knieschutz oder ein Kniepolster, weil sie meinen, die „Dinger“ seien unbequem und müssen umgeschnallt werden. Dabei gibt es heute bereits moderne Arbeitshosen, in denen Kniepolstertaschen eingearbeitet sind und man Polster einfach und je nach Bedarf einschieben und herausnehmen kann. Wer das nicht mag, sollte sich wenigstens ein Stück Styropor oder ähnliches unter seine Knie legen.

Arbeitshaltung
Wichtig ist, so oft wie möglich die Position zu wechseln, um so eine lang anhaltende Druckbelastung des Knies zu umgehen. Nicht länger als 20 Minuten in einer Position bleiben, zwischendurch aufstehen, Beine ausschütteln und lockern und immer mal wieder schauen, ob man vermeintlich kniende Tätigkeiten nicht auch im Sitzen verrichten kann. Dann einfach ein Stück Styropor unter den Po oder auf einen kleinen Sitzschemel setzen.

Übung für jeden Tag
In manchen Berufen ist heutzutage Knien weitgehend unnötig, weil die Arbeitsbedingungen optimiert wurden. Beispielsweise im Kfz-Gewerbe, dort kommen regelmäßig Hebebühnen zum Einsatz. Um dennoch Knieschäden vorzubeugen bzw. bestehende Schäden abzuschwächen sind auch hier Ausgleichsübungen hilfreich.

Übungstipp für die Knie
Eine Allroundübung, die gleich „mehrere Fliegen mit einer Klappe“ schlägt, ist die halbe Kniebeuge: Sie ist einfach und man kann sie überall und jederzeit durchführen. Damit trainiert man die Oberschenkel, stärkt Bein- und Rückenmuskulatur – und sie ist eine hervorragende Übung für das Heben von Gegenständen. Wichtig bei dieser einfachen Übung ist ein gerader Rücken, dabei die Knie nicht mehr als 90 Grad beugen und nicht über die Fußspitzen hinaus schieben. Die Arme nach vorne strecken, um das Gleichgewicht zu halten und die Knieposition besser kontrollieren zu können. Bereits mit 20 Wiederholungen täglich erzielen Sie einen guten Trainingseffekt.

Weitere Infos zum Thema Gesundheit im Betrieb finden Sie unter: 
https://www.ikk-classic.de/oc/de/firmenkunden/gesund-im-betrieb/ 

Quelle: IKK Classic


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