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Arbeitsunfähigkeit: Gesundheit immer im Fokus

20.07.2016

Urlaubsreise nicht ohne Kassengenehmigung


Ferienzeit ist für die meisten Menschen die schönste Zeit des Jahres. Auch Personen, die bereits seit längerer Zeit arbeitsunfähig sind und Krankengeld beziehen, fragen sich, ob sie eine Urlaubsreise durchführen können.

Eine weitere Frage in diesem Zusammenhang, die vorab mit der Krankenkasse geklärt werden sollte: Darf eine seit langem geplante Reise nach Eintritt einer längeren Arbeitsunfähigkeit noch angetreten werden

Versicherte haben Mitwirkungspflicht
Urlaubsreisen während eines laufenden Krankengeldbezuges müssen im Vorfeld immer bei der Krankenkasse beantragt und genehmigt werden. Dabei ist es unerheblich, ob die Reise in Deutschland oder im Ausland durchgeführt werden soll. Tun Versicherte dies nicht, gefährden sie ihr Krankengeld für die Dauer des Urlaubs. Die gesetzliche Grundlage dieser Genehmigungspraxis begründet sich aus der Mitwirkungspflicht des Versicherten nach § 1 und § 60ff. SGB V. So haben Bezieher von Sozialleistungen alles zu tun, was ihrer Gesundheit dienlich ist und alles zu unterlassen, was ihrer Genesung entgegenwirkt. Gleichzeitig darf sich durch eine Urlaubsreise die Arbeitsunfähigkeit und somit die Dauer der Krankengeldzahlung nicht verlängern.

Ermessensentscheidung der Krankenkasse
Die Entscheidung über eine Urlaubsreise während laufendem Krankengeldbezug liegt allein im Ermessen der Krankenkassen und wird immer einzelfallbezogen und individuell getroffen. So prüft die Kasse unter anderem, ob eine medizinische Versorgung am Urlaubsort gewährleistet ist (insbesondere bei Auslandsaufenthalten) oder ob für die Urlaubsreise medizinische Behandlungen oder Therapien unterbrochen werden müssen. Ebenso ist eine Stellungnahme des behandelnden Arztes nötig. Steht nach der Prüfung aller relevanten Aspekte dem Urlaubswunsch des Versicherten nichts entgegen, laufen die Krankengeldzahlungen für die Zeit des genehmigten Urlaubes weiter. Aber Achtung: Der Urlaub darf nicht eigenmächtig verlängert werden.

Krankengeld ist Lohnersatzleistung

In der Regel ist die Entgeltfortzahlung bei Krankheit durch den Arbeitgeber auf einen Zeitraum von sechs Wochen begrenzt. Danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld für insgesamt bis zu 78 Wochen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren, gerechnet ab dem Beginn der Erkrankung.

Das Ziel: eine baldige Genesung
Beim Krankengeld handelt es sich also um eine Entgeltersatzleistung. Es ersetzt das Einkommen welches aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit verloren geht. Der Bezug von Krankengeld verpflichtet den Versicherten immer, auf eine baldige Wiederherstellung seiner Gesundheit hinzuwirken und sich so zu verhalten, dass diesem Erfolg nichts im Wege steht.

Mehr Informationen zum Thema unter: www.ikk-classic.de/krankengeld

Quelle: IKK Classic


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